Die Stadt Horn hat die rote Karte verdient

Leserbrief in der LZ vom 3. Mai 2021

Leserbrief zum Artikel vom 14. April über den Bau eines Logistikzentrums in Belle.

Zum Hintergrund: Ich wohne in Wöbbel und bin als Anwohnerin der Hauptstraße durch den drohenden Verkehrsanstieg und Lärm direkt betroffen. Als Bürgerin der Stadt Schieder-Schwalenberg bin ich, um auf den Leserbrief der letzten Woche zu verweisen, nicht an der politischen Entscheidung beteiligt gewesen, muss aber mit den Folgen leben.

Leserbrief als PDF

Ein Treppenwitz

Leserbrief in der LZ zur Nordumgehung in Lemgo

Das Problem ist der Ziel/Quellverkehr. Das sind wir. Diese nüchterne Erkennt- nis ist schmerzhaft, ich weiß. Die „völlig veralteten Zah- len“ begründen damit das völlig veraltete Asphaltausrollen im Ilsetal.

Leserbrief als PDF

Regionalplan OWL 2020

Informationsdefizit: Antrag auf Verlängerung der Offenlegung

Derzeit steht, neben Corona, der Regionalplan OWL 2020 im Fokus der kommunal-politischen Aktivitäten. Ist er verabschiedet, regelt er die Zukunft in OWL bis in das Jahr 2040 hinein. Also ein äußerst wichtiges Instrument. Derzeit sind aufgrund von Corona die Arbeit in politischen Gremien, Vereinen, Bürgerinitiativen und die medialen Information eingeschränkt bzw. lahm gelegt. Die Frist für die Abgaben von Stellungnahmen zum Regionalplan, zu dem alle Akteure aufgerufen sind, verstreicht am 31.03.2021. Die Zeit ist zu knapp zur Meinungsbildung. Deshalb beantragt LIPPE ökoLOGISCH bei der Bezirksregierung Detmold eine Verlängerung der Offenlegungsphase.

Der Regionalplan OWL soll termingerecht beschlossen werden. Die Offenlegungsphase endet am 31.03.2021. Die öffentliche Beteiligung sieht vor, dass politische Gremien, Bürgerinnen und Bürger, Naturschutzverbände und Initiativen zum Regionalplan Stellung nehmen.

Details zum Regionalplan sind nur auf der Website der Bezirksregierung Detmold zu finden. Das „Rathaus Mobil“ als etablierte Veranstaltung des Detmolder Rathauses, oder ähnliche Veranstaltungen zur Information der Bevölkerung in anderen Regionen sind nicht möglich. Diskusionen in Internetforen zeigen, dass die die Bürgerinnen und Bürger von den Informationen quasi ausgeschlossen sind.

Ein Informationsdefizit scheint auch in den politischen Gremien zu bestehen. Die Grünen im Regionalrat hatten am 15.02.2021 eine Verlängerung der Offenlegungsphase beantragt. Der Antrag wurde abgelehnt.

Am 3.03.2021 tagte der Ausschuss für Stadtentwicklung in Detmold. Zum Tagesordnungspunkt „Regionalplan“ stellte Wulf Hermann (Bündnis die Grünen) einen Antrag auf Beratungsbedarf, da es im Vorfeld zum Regionalplan weder Erklärungen oder eine Präsentation gab. Dem Antrag wurde stattgegeben, es erfolgte kein Beschluss. Politiker und Bürger sind uninformiert, auch aufgrund von Corona.

Jeder Interessierte kann sich im Internet, falls ein Zugang besteht, auf der Seite der Bezirksregierung Detmold belesen. Die textliche Festsetzung zum Regionalplan umfasst 297 Seiten. Hinzukommen weitere Unterlagen, wie Karten oder Gutachten. Bürger und Mitglieder von politischen Gremien müssen sich alleine damit auseinanderzusetzen.

Vor allem für die Bürger ist das ein schwieriges Unterfangen, da sie normalerweise nicht mit diesen Dingen konfrontiert sind. Eine echte Bürgerbeteiligung ist derzeit nicht gewährleistet, deshalb braucht die Meinungsfindung zu diesem zukunftsbestimmenden und schwierigen Thema mehr Zeit. Der Antrag, den das Netzwerk an die Bezirksregierung und an den Regionalrat richtet greift den Zeit- und Informationsmangel auf und begründet, warum eine verlängerte bzw. erneute Offenlegung sinnvoll ist.

LIPPE ökoLOGISCH ist ein Netzwerk im Kreis Lippe, das aus Naturschutzverbänden, Vereinen, Bürgerinitiativen, Landwirten und Einzelpersonen besteht. Im Fokus der Bemühungen steht der intelligente Einsatz und der sparsame Verbrauch von Flächen, der Erhalt der lippischen Kulturlandschaften für die nachfolgenden Generationen sowie Maßnahmen zum Klimaschutz und Artenerhalt.

Buch: Das stille Sterben der Schmetterlinge

heute möchten wir auf ein Buch aufmerksam machen, welches auch die Region zwischen Detmold und Bielefeld in den Blick nimmt.

Das Buch thematisiert den Niedergang von ausgewählten, verschiedenen Schmetterlingsarten in NRW, aufgrund von Nachweismeldungen in den Jahren 1975-2017. Grundlage bildet die Datenbank der Arbeitsgemeinschaft Rheinisch-Westfälischer Lepidoperologen e.V. (Mitherausgeber). Fotos und Steckbriefe der Arten, Gründe für das Schwinden von Schmetterlingen, Lösungswege, um dem Schwund zu begegnen werden erklärt. Link zur Leseprobe: https://drive.google.com/file/d/1ZGrTXLyLtia4JZw3C7CrV6lpTbIlMAkV/view?usp=sharing

Rudolf Pähler, Hans Dudler, Axel Hille (2019) Das stille Sterben der Schmetterlinge. Eigenverlag R. Pähler, Druck Bonifacius GmbH, Paderborn. Hardcover, 336 Seiten, vierfarbig, deutsch/englisch. Buchpreis:  27,85 € plus 5 % MwSt (29,24 €) plus Versandkosten.

Buch: Das stille Sterben der Schmetterlinge
Buch: Das stille Sterben der Schmetterlinge

Bestellen bei: Rudolf Pähler: Rudolf@Paehler.biz

Das Buch enthält wissenschaftliche Fakten und ist aufgrunddessen nicht sofort eingängig zu lesen. Die Datenanalayse ist allerdings für den Kreis Lippe interessant und birgt Argumente für verschiedene Unterfangen. Die Autoren sind aus unserr Region. Sie geben Tipps und helfen bei Fragen sicherlich weiter.

Als Beispiel sei der Aurorafalter genannt. Hier steht auf Seite 60, dass er verhungert, weil er keine verstaubten Blätter mehr frisst. Untersuchungen zeigen, dass für die Verstaubung der Reifenabrieb eine wesentliche Rolle spielt.

Aurorafalter
Von Michael H. Lemmer – http://www.naturkamera.de Own work, CC BY-SA 2.5, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1394294

Vernichtung wertvoller landwirtschaftlicher Böden

in den Diskussionen während der Mahnwachen wird immer wieder deutlich, dass viele Bürgerinnen und Bürger keine Vorstellung von der Größe des Beller Felds haben. Um Ihnen einen Eindruck zu vermitteln, haben wir per Drohnenflug das Gebiet, das die Stadt Amazon überlassen will und die übrige Fläche, die der Landwirtschaft ebenfalls verloren geht, auf Video aufgezeichnet. Josef Bussen vom Gripshof begleitet das Video durch einen Vortrag über die Vernichtung wertvoller landwirtschaftlicher Böden.

Hier geht es zum Beller Feld: